Freitag, 21. Januar 2011

Erben gesucht...

... oder "Was bastel´ich zum Thema Pimp my Flasche?", so die Aufgabenstellung einer Bastel-Wichtelei. Es ging darum, einen oder mehrere (alltägliche) Gegenstände, hier gebrauchte Flaschen (egal, welche und wie groß) zu verfremden. Die einzige Einschränkung: die Vorlieben des Wichtelkindes.

"Was ich nicht mag: lustlos gestaltete Karten (dann kann man auch gleich welche kaufen)". Mag ich auch nicht. Das brachte mich schnell auf die Idee ;-): ich schreibe eine Geschichte, ganz ohne Karte, sondern mit förmlicher Anschrift etc. pp. Und da mein Wichtelkind Feen und Elfen mag wie ich auch, konnte ich gleich ohne große Recherche loslegen.

Material war schnell gefunden: kleine Flaschen von der Weihnachtsbäckerei, ein Magenbitterfläschchen *lärchz* und ein Mini-mini-Nagelschmuckfläschlein. Als Basis für die geheimnisvolle antike Verpackung eine leere Pralinenschachtel, ein paar alte dicke Pappen zum Verstärken von Boden und Deckel, ein Stück geniale echt antike Tapete aus dem Baumarkt, ein bischen Tonpapier und goldgeprägte Servietten. Last not least echte Holzwolle aus einer Weinverpackung. Sowie ein Stück goldene Papierborte. Fast alles echter Scrap.



Zum Verarbeiten hatte dann meine neue Big Shot Premiere, eine Embossingfolder (craft concepts, Garden Swirl) und eine Stanzform von Tim Holtz (Alterations: On the Edge/Ornate) reichten da voll aus. Ein paar Alcohol Inks zum Färben der weißen Flaschen und zum Altern des Ganzen ein paar Mini-Stempelkissen, Schwamm, Schleifpapier, Schere und Alleskleber.




Und die Antiquität war fertig...



... mit echten Relikten aus längst vergangener Zeit, in der sich die Feen noch in unserer Welt zeigten, gesammelt über Generationen.









Feenstaub aus Tralee, Irland (1902), Reste von Feenflügeln aus der Oase Tightmart von 1889, getrocknete Pilze, gesammelt nach einem Tanz der Feen auf dem Glauberg in Deutschland (1604) und Steinfragmente aus einer Feenschlucht nahe Santa Fé in den USA (1928).

Und uraltem Beweisfoto im Deckel.



Beweisfoto-Quelle: Vielen Dank an Graphics Fairy



So konnte sich das gut verschnürte Paket auf die Reise machen.



Hatte doch die Außenstelle Berlin der Heir[ess] Chaser Inc. (dt. Erben-Jäger Inc., mit brandneuem Logo und Briefpapier) endlich den rechtmäßigen Erben gefunden!





Dem recht förmliche Anschreiben lagen interessante historische Dokumente inkl. verrosteter Büroklammer bei. Was für ein spannendes Dokument von 1928 sie dabei ausgegraben haben???

Lest nach, einfach die Miniaturen anklicken...




Texte und Logos sowie die Gestaltung des Beilagenblattes sind natürlich von mir.

NOMEN EST OMEN

Aller Anfang ist schwer *seufz* und wie nenn´ich denn mein Baby??? Gottseidank habe ich bei einem meiner Flohmarktbesuche ein Wörterbuch Lilliput Lateinisch-Deutsch geschenkt bekommen. Und da ich a) kein Latein kann *argglll* habe ich es als Messie und Bastelfan eingesackt und b) mit nach Hause genommen... gut so. Danke an den Namenshelfer: lat. fabulosus, -a, -um bedeutet einfach sagenreich, unglaublich...